Atemschutzgeräte

Um auch in verrauchten Bereichen während eines Einsatzes zu arbeiten, setzen die meisten Feuerwehren umluftunabhängige Atemschutzgeräte, sogenannte Isoliergeräte, ein. Damit ist es möglich nah an den Brandherd zu gelangen oder vermisste Personen aus Gebäuden zu suchen bzw. zu retten, ohne dass giftige Gase, Dämpfe und Partikel eingeatmet werden müssen. Um mit diesen Geräten arbeiten zu können, ist der Atemschutzgeräteträgerlehrgang, die Gesundheitliche Untersuchung G26.3 (maximale Gültigkeit 3 Jahre) sowie eine jährliche Leistungsprüfung erforderlich.
Um als Atemschutzgeräteträger (AGT) eingesetzt werden zu können, ist natürlich zusätzliche Ausrüstung erforderlich (siehe Bild).
Zu allererst muss natürlich neben einer speziellen Einsatzhose- und Jacke, das Atemschutzgerät mitgeführt werden. Es wird mittels Schultergurt wie ein Rucksack getragen. Daran sind ein Manometer und der Anschluss für den Lungenautomaten, welcher auch an der Maske („Atemanschluss“) angeschlossen wird, befestigt. Es folgt eine Flammschutzhaube und der normale FW-Helm. Zusätzlich zu dieser Ausrüstung können auch noch, je nach Lage, weitere Dinge mitgenommen werden, wie:

  • Funkgerät
  • Hand- bzw. Helmlampe
  • Feuerwehrhaltegurt
  • Rettungsleine
  • Hollandtuch (Nackenschutz aus Nomex (hitze- und flammfester Stoff))
  • Feuerwehraxt
  • Bandschlinge
  • Holzkeile
  • Kennzeichnungsmaterial

 

 

Atemschutzüberwachung

Atemschutzüberwachungstafel

Beim Einsatz von Atemschutzgeräten muss dies gemäß der Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 immer protokolliert werden. Dazu gibts es die Atemschutzüberwachung, bei der jeder Trupp bzw. jedes Truppmitglied mit einigen Daten vom Überwachenden erfasst wird. Dies sind im Einzelnen:

  • Name
  • Anfangsdruck der Flasche
  • Flaschennummer
  • Nummer des Lungenautomaten
  • Uhrzeit und Druck beim
    • Beginn des Einsatzes
    • Erreichen des Ziels
    • Ende des Einsatzes